Ein Wochenmarkt direkt vor der Haustür? In der Europacity könnte das schon bald Realität werden. Die Pläne für einen Wochenmarkt konkretisieren sich – und die Chancen stehen gut.
2021 lehnte das Bezirksamt Mitte einen Wochenmarkt auf dem Otto-Weidt-Platz noch ab und begründete dies mit der mangelnden Belastbarkeit des Pflasters.
Im Dezember 2025 klang das bereits deutlich offener: Bei einer Begehung signalisierte Bezirksstadtrat Schriner, dass er einen Markt grundsätzlich für möglich hält und – bei entsprechendem Antrag – auch genehmigen würde.
Ende Januar folgten schließlich Gespräche mit allen Beteiligten, in denen konkrete Standortvorschläge erarbeitet wurden.
Wie der Markt aussehen könnte
Ich habe mich in der vergangenen Woche ebenfalls mit Frau Voigt getroffen.
Sie berichtete mir von den aktuellen Planungen sowie den noch bestehenden Hürden.
Frau Voigt betreibt mehrere Öko-Wochenmärkte in Schöneberg (Akazienstraße), in Moabit (Thusnelda-Allee) sowie am Nordbahnhof (www.marktzeit.berlin). Letzterer soll nun auf den Otto-Weidt-Platz verlegt werden. Wer also schon mal einen Eindruck bekommen will, wie es bei uns sein könnte, der kann einen der anderen Märkten besuchen.
Konkret sind derzeit etwa 15 Stände und Verkaufswagen entlang der Heidestraße geplant – zwischen den Parkplätzen und den Fahrradbügeln.
Das Ganze könnte beispielsweise so aussehen:
Im Idealfall soll der Markt bereits im Mai starten.
Vom Mittagstisch bis After-Work
Laut Frau Voigt ist der Markt gut aufgestellt, um unterschiedliche Bedürfnisse über den Tag hinweg abzudecken. Der Start ist gegen 12 Uhr vorgesehen, um insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner sowie Berufstätige aus den umliegenden Büros zur Mittagszeit anzusprechen. Am frühen Nachmittag soll es zudem Angebote für Familien geben, etwa für Eltern, die ihre Kinder aus der Kita oder Schule abholen. Gegen Abend ist schließlich ein After-Work-Angebot geplant.
Die größte Hürde: Strom
Das klingt nach einem runden Konzept – wäre da nicht die Frage der Stromversorgung. Für den Betrieb wird selbstverständlich Strom benötigt. Zwar gibt es auf dem Platz und entlang der Heidestraße mehrere Stromkästen, doch bislang ist unklar, wem diese gehören – typisch Berlin. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich auch dieses Problem lösen lässt.
Wie es jetzt weitergeht
Laut Frau Voigt wurde der Antrag bereits eingereicht. Die Bearbeitung wird jedoch – wenig überraschend – mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Wir drücken die Daumen!

